Nachdem ich aus dem Koma erwachte, begleiteten mich einige Wahnvorstellungen. Sie waren für mich so real, dass ich Angst hatte, einzuschlafen. Wenn ich schlief, holten mich diese Vorstellungen immer wieder ein.
Man stelle sich folgende Situation vor: Du schaust an die Decke des Krankenzimmers. Ohne Vorwarnung fängt die Decke an, seine Farbe zu ändern. Von einem schlichten Weiß wird sie schwarz oder dunkelgrün. Sie wirkt bedrohlich. Ich habe das Gefühl, die Decke kommt dabei auf mich zu.
Ein anderes Mal blicke ich mich im Zimmer um. Überall, wo es Öffnungen (wie Ventilatoren, Lüftungsschlitze usw.), gibt, kommen Ratten hervor und laufen auf mich zu.
Ständige Angst hat mich umgeben. Ich kann und wollte nicht mehr schlafen, um diese Träume und Vorstellungen nicht mehr zu haben. Es war sehr schwer, Realität und Vorstellung auseinander zu halten. Die Angst war mein ständiger Begleiter.
Teilweise habe ich nur einzelne Stunden geschlafen und wachte schweißgebadet auf. Ich traute mich nicht, wieder einzuschlafen. Immer wieder musste ich nachfragen, was Realität und was Traum war.